Depotkonto Auflösung – so schließt man ein Depot

"Sie haben ein Depotkonto eröffnet und stellen nach einiger Zeit fest, dass Sie nicht länger traden möchten"

Bei gebührenfreien Depots müssen Sie sich um die Schließung keine Gedanken machen, da Sie nur für aktive Trades bezahlen und beim ungenutzten Depot keine Kosten entstehen. Anders verhält es sich, wenn Sie für Ihr Depotkonto eine Grundgebühr entrichten und die kostenpflichtige Kontoführung gewählt haben. Hier können Sie sich nur vor unnötigen Kosten schützen, wenn Sie die Depotkonto Auflösung beantragen und Ihr Depot auf Dauer schließen. Der Anbieter kann die Auflösung nicht ablehnen, Sie aber an einen vertraglich bindenden Zeitraum erinnern und Ihr Depot bis zu diesem Zeitpunkt aufrecht erhalten. Für die Auflösung müssen Sie ebenso wie für die Anmeldung wichtige Daten angeben, sich verifizieren und dafür sorgen, dass sämtliche Gelder auf das Verrechnungskonto gebucht und von Ihrem Depot entfernt werden. Dieser Aufgabe sollten Sie sich vor der Schließung widmen, da eine Auflösung sonst mit dem Verlust nicht transferierter Guthaben einhergeht.

Hier erfahren Sie worauf man bei der Kündigung bzw. Auflösung eines Depot-Kontos achten muss

Gründe für eine Schließung von Depots

Gegenüber dem Vertragspartner müssen Sie keine Gründe für die Depotkonto Auflösung angeben. Wenn Sie nicht mehr traden möchten, können Sie das Depot jederzeit schließen und den dafür angegebenen Schritten auf der Website des Anbieters folgen.

Einige Onlinebroker und alle Filialbanken verlangen eine schriftliche Kündigung oder eine Aufforderung zur Auflösung des Depots per Email.

Wenn Sie das Depot nicht ohne eine schriftliche Mitteilung auflösen können, sollten Sie auf die Form des Anschreibens achten und dem Vertragspartner eine angemessene Frist zur Auflösung setzen. Ob eine Kündigung in Echtzeit möglich ist oder die Einhaltung einer Vertragsfrist notwendig wird, finden Sie in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen des Brokers.

Egal welche Fragen Ihnen gestellt und welche Angaben gefordert werden, über Ihre persönlichen Gründe zur Depotkonto Auflösung müssen Sie keine Auskunft geben. Persönliche Gründe können beispielsweise eine Neuorientierung in der Geldanlage, eine Insolvenz, ein geringerer Verdienst oder einfach das mangelnde Interesse am Traden sein. Diese Gründe kennen nur Sie persönlich und müssen niemanden darüber in Kenntnis setzen.

Depotkonto Auflösung vs. Depotkonto Stilllegung

Haben Sie vorübergehend kein Interesse am Traden oder müssen aufgrund eines finanziellen Engpasses damit aufhören, müssen Sie Ihr Depot nicht unbedingt auflösen. Bei kostenloser Kontoführung können Sie sich für eine Stilllegung entscheiden und alle vorhandenen Wertpapiere verkaufen.

Eine Abmeldung beim Broker ist nicht notwendig, auch wenn Sie kein Geld auf dem Konto lagern und Ihr Depot über mehrere Monate oder Jahre stilllegen. Auch in diesem Fall gilt: die Gründe für die Stilllegung fallen in Ihre Privatsphäre und bedürfen keiner Mitteilung an den Vertragspartner. Einige Anbieter verlangen für eine Depotkonto Auflösung Geld, während ein bestehendes Konto ohne Grundgebühr problemlos stillgelegt und bei späterem Bedarf wieder genutzt werden kann. Die vorübergehende Stilllegung ist nur dann ratsam, wenn Ihnen daraus keine Kosten entstehen und Sie beispielsweise keine jährliche Gebühr bezahlen und laufende Kosten auf die Agenda setzen müssen. Alternativ sollten Sie über die Auflösung nachdenken und zu einem späteren Zeitpunkt einfach ein neues Depot eröffnen.

Entstehen bei der Kontoschließung Gebühren?

Die Antwort auf diese Frage ist anbieterabhängig. Einige Banken verlangen für die Depotkonto Auflösung eine Gebühr, während Sie bei vielen Onlinebrokern ohne zusätzliche Kosten agieren können. Um sich vor eventuellen Forderungen bei einer Kontoschließung zu schützen, sollten Sie diesen Faktor direkt bei der Depoteröffnung einfließen lassen und Anbieter wählen, die im Falle einer Depotschließung kein Geld von Ihnen verlangen.


Was passiert mit den persönlichen Daten?

Ihre persönlichen Daten werden bei Filialbanken, Direktbanken und Onlinebrokern ausschließlich für die Verwaltung und Depotführung verwendet. Die Daten bleiben gespeichert, werden aber in keinem Fall an Dritte weitergegeben oder für anderweitige Zwecke verwendet. Denken Sie über eine Depotkonto Auflösung nach und möchten sich vor einer Weiterverwendung Ihrer persönlichen Daten oder Ihres Trading Schemas schützen, können Sie zum Beispiel beim Anbieter über den Verbleib Ihrer Daten Auskunft einholen und erfahren, was nach Ihrer Kündigung mit den persönlichen Angaben erfolgt. Das Internet vergisst nichts. Für Sie bedeutet das aber nicht, dass Sie weiterhin Kunde bei einer Bank oder bei einem Onlinebroker sind und Werbung oder Informationen erhalten. Denn die Auflösung des Depots geht mit Ihrem Wunsch einher, die Vertragsbeziehung zu beenden und nicht länger als Kunde im System geführt zu werden. Seriöse Broker löschen Ihre Daten nach einem gewissen Zeitraum und anerkennen die Depotkonto Auflösung problemlos.

Depotkonto Wechsel günstiger als Auflösung

Haben sich die Gebühren erhöht oder möchten Sie beim Traden auf ein anderes Portfolio an Möglichkeiten zugreifen, kann ein Depotkonto Wechsel die praktische Alternative zur Kontoauflösung sein. Dabei können Sie sich für ein anderes Modell bei Ihrem bisherigen Anbieter entscheiden und die Depotkonto Auflösung vermeiden, in dem Sie Ihre Optionen an den aktuellen Bedarf angleichen und damit Kosten sowie Zeit sparen. Auch der Wechsel zu einem anderen Anbieter ist in der Regel möglich, geht aber mit Gebühren für die notwendige Depotübertragung einher.